Gerichte aus aller Welt - von uns zubereitet

Die besten Rezepte aus Mexico im Web

Samstag, 12. Januar 2008

Empadão (Brasilianische Pastete)

Empadão, der Name dieser typisch brasilianischen Spezialität heißt soviel wie große Pastete. Die zwei kleineren Varianten Empadinha (Pastetchen) und Empada (Pastete), beide mit konischer Form, ähnlich wie Muffins, werden hauptsächlich im Straßenverkauf als Imbiss angeboten. Die große, rechteckige Empadão dagegen ist echte Hausmannskost.
Es gibt eine Vielzahl von Füllungen: Fleisch, Gemüse, Käse, Fisch oder Meeresfrüchte, der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Dieses Rezept beschreibt die Hähnchenfleisch–Tomaten–Füllung, schichtweise kombiniert mit Spinat–Frischkäse–Füllung.
Die Empadão wird normalerweise in handlichen Stücken als kalter Snack zu Bier gegessen. Aber man kann sie auch direkt nach der Zubereitung (nicht aufgewärmt!!) als Vorspeise, oder auch als Hauptgericht servieren. Dazu paßt gut ein frischer Salat.
Im katholischen Portugal, und natürlich auch in der damaligen Kolonie Brasilien, wurde in den Klöstern das Eiweiß zur Herstellung von Hostien gebraucht. Daher findet man auch heute noch sehr viele Rezepte, die nur mit Eidottern zubereitet werden. Das macht den Mürbteig noch bröseliger und deshalb schwieriger in der Handhabung und beim Essen, aber die Brasilianer lieben es.


Zutaten für Snack: 6–8 Portionen oder Hauptgericht: 2–4 Portionen


Hähnchenfüllung
4 ganze Hähnchenschenkel
6 mittelgroße Tomaten
3 Knoblauchzehen
1/2 getrocknete Chilischote
2 EL Sonnenblumenöl
2 EL gehackte, glatte Petersilie
1/2 l Hühnerbrühe
1 EL Speisestärke (Maisstärke)
frisch gemahlener, weißer oder schwarzer Pfeffer
Meersalz oder grobes Salz aus der Mühle


Spinatfüllung
400 g tiefgekühlter Blattspinat
200 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
frisch gemahlener, weißer oder schwarzer Pfeffer

Meersalz oder grobes Salz aus der Mühle


Teig
400 g Weizenmehl (Type 405)
200 g Butter oder Margarine
2 Eigelb
1 EL Schlagsahne
1 TL Salz


zum Bestreichen
1 Eigelb mit etwas Vollmilch verrühren


Kochgeschirr
1 großer Topf
1 großes Schneidebrett
1 Mörser mit Stößel
1 Schüssel
1 rechteckige Pastetenform 25 x 18 x 5 cm
Es geht natürlich auch mit anderen Formen und Größen, aber dann muß eventuell die Menge der Zutaten angepasst werden. Die Höhe sollte aber bei etwa 5 cm bleiben.



Zubereitung


Vorbereiten der Hähnchenfüllung
Die Hähnchenfüllung bereitet man am besten am Abend vorher zu, und stellt sie über Nacht in den Kühlschrank.
Von den Hähnchenschenkeln die Haut abziehen und gründlich alle Innereienreste und Fettstücke entfernen, dann Ober- und Unterschenkel trennen.
Knoblauchzehen schälen und mit etwas Salz im Mörser gründlich pürieren.
Tomaten in kleine Würfel schneiden (wer will kann auch geschälte Tomaten verwenden), die Chilischote zerkleinern.


Hähnchenfüllung
Die Hähnchenschenkel salzen und pfeffern und mit der Knoblauchpaste einreiben. Öl im großen Topf erhitzen und alle Hähnchenstücke 2–3 Minuten anbraten, dann mit der Hühnerbrühe aufgießen, die Tomatenstücke und den Chili dazugeben, Temperatur zurückstellen und im geschlossenen Topf ca. 45 Min. garen. Wenn die Hähnchenstücke durch sind, den Topf vom Herd nehmen und im Freien abkühlen lassen.
Dann das Fleisch von den Knochen lösen, evtl. Sehnen und Knochenstücke entfernen, in kleine Streifen zerpflücken und danach wieder in den Tomatensud geben.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, gehackte Petersilie dazugeben und die Maisstärke einrühren. Bei mittlerer Hitze und ständigem Rühren zu einer cremigen Masse eindicken. Sie darf nicht zu flüssig bleiben. Abkühlen lassen und bis zur Weiterverarbeitung (am nächsten Tag) im Kühlschrank aufbewahren. Sie wird dann ziemlich fest.


Spinatfüllung
Den gefrorenen Blattspinat in wenig Wasser dünsten, bis alle Flüssigkeit weg ist.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann ganz vorsichtig mit dem Frischkäse vermengen, damit der Spinat nicht matschig wird.


Teig
Alle Zutaten in eine Schüssel geben, gründlich durchmischen und kneten, bis der Teig glatt wird und sich leicht von den Händen und der Schüssel löst. Er sollte sich etwa wie Marzipan anfühlen. Zu einer Kugel formen und ½ Stunde ruhen lassen.



Fertigstellung


Da der Mürbteig ziemlich brüchig ist, erfolgt das Auskleiden der Form stückweise mit handtellergroßen , ca. 5 mm dicken, Teigstücken (Plastikfolie zu Hilfe nehmen, s. Foto). Darauf achten, dass genug Teig für die Abdeckung bleibt.
Dann etwa zu 1/3 mit der Hähnchenmasse füllen. Darauf ein weiteres Drittel Spinatfüllung geben, dann bis knapp unter den Rand wieder mit Hähnchenmasse auffüllen.
Das Ganze mit dem restlichen Teig, wieder in kleinen Flecken, bedecken. Darauf achten, dass der Rand mit dem seitlichen Teig gut verklebt ist.
Das Eigelb mit etwas Milch verrühren, die Oberfläche damit bestreichen und mit einem spitzen Messer rautenförmig leicht einritzen.
Den Backofen auf 200 °C vorheizen, und die Empadão auf mittlerer Schiene ca. 1 Stunde backen. Die Oberfläche soll schön goldbraun werden.
Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.
Entweder als warme Vorspeise in kleinen Stücken, oder als Hauptgericht mit Salat servieren. Normalerweise läßt man sie aber ganz kalt werden und serviert sie, in handliche Stücke geschnitten, als Vorspeise oder Zwischenmahlzeit.
Nicht aufwärmen, denn dabei wird die Füllung flüssig und weicht alles auf.



Viel Schnippelarbeit: Da unser Gericht größer wurde, sieht man hier 9 Tomaten. Der zerkleinerte Chilischote ist auch zu erkennen.


Auch hier sind wir etwas abgewichen: Brutenbrust statt Hähnchenschenkel. Das erspart längere Kochzeiten und das Lösen vom Knochen.
Geduldsarbeit: Auslegen des Bodens mit Mürbeteig. Der Rand der Form wurde später dann auch noch ergänzt.

Die Putenbrust-Tomatenfüllung im noch kochenden Zustand.


Da leider nicht mehr genug Mürbeteig für den Deckel übrig war, gab´s ein Käsedach.

Frisch aus dem Ofen: Empadão (auch wenn es etwas durcheinader aussieht)

Freitag, 21. Dezember 2007

Süßes Huhn mit frischen Feigen

Herkunft: Nordafrika


Zutaten für 4 Personen

1 Huhn
40 g Butter
1 gehackte Zwiebel
1 gehackte Knoblauchzehe
1/2 Tl. Ingwer
1 Prise Safran
1/2 Glas Honig
1/2 Tl. Zimt
800 g frische Feigen
1/2 Tasse Crème frâiche


Zubereitung
Das Huhn gründlich waschen und in entsprechend große Teile teilen
Fleischteile in einem Topf anbraten, Zwiebel zugeben, etwas später den Knoblauch
Mit Ingwer, Safran und Salz/Pfeffer würzen, 500 ml Wasser zugeben und 50 min leicht köcheln lassen
Honig mit Zimt vermischen und über das Fleisch geben und weitere 10 min köcheln lassen
Das Fleisch herausnehmen und warm stellen
Die Sauce einkochen, vom Herd nehmen und Crème frâiche einrühren
Feigen vierteln und zusammen mit dem Fleisch zur Sauce geben


Quelle: goruma.de



So fängt´s fast immer an: Fleisch mit Zwiebeln anbraten.


Nach dem Würzen kommt ein halber Liter Wasser hinzu. Das Ganze kocht dann erstmal 50 Minuten.


Honig und Zimt geben dem Gericht eine süße Note und eine dunklere Farbe.


Crème frâiche dickt die Soße ein. Die Feigen haben jetzt auch ihren Einsatz im Topf.


Fertig. Ein frisches Baguette paßt gut als Beilage.

Samstag, 15. Dezember 2007

Bistec en Salsa de Cacahuate (Rindersteak in Erdnuss-Salsa)

Herkunft: Mexico


4-6 Personen


4 gr. Scheiben Rinderrouladen (wer will - Schwein geht auch)
2 EL Öl
Salz und Pfeffer


Für die Salsa:

4 Chiles Chipotle en Adobo
3 Tomaten
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL gehackte Petersilie
2 Tassen Wasser
150 gr. Erdnussbutter - ohne Zucker (es geht auch Erdnussmuß, als leichtere Variante)
2 EL Öl
Salz nach Geschmack



Zubereitung:


In einem Mixer Tomate, Zwiebel, Chiles, Knoblauch, Salz pürieren und in einen Topf mit heißem Öl geben und aufkochen. Die Petersilie, Erdnussbutter und 2 Tassen Wasser dazugeben, gut verrühren und 5 weitere Minuten köcheln lassen.


In der Zwischenzeit die Rinderrouladen (je nach Größe der Scheiben) in 2-3 Teile schneiden, salzen und pfeffern und in einer Pfanne mit hohem Rand in Öl von beiden Seiten braten. Die "Salsa de Cacahuate" darüber geben und bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis das Fleisch zart ist.
Hierzu passen Pommes, Bratkartoffeln, Kartoffelecken sowie ein schönes kühles Bier.


Warum Rouladenfleisch?

Im Mexico, sowie vielen anderen Ländern der Welt werden Steaks wesentlich dünner geschnitten als in Deutschland. Rouladenfleisch kommt "Bistec" daher am nächsten.



Alle Zutaten für die Salsa werden in den Mixer gegeben.



Nach dem Mixen sieht das ganze dann so aus.



Durch Hinzufügen von Erdnussmuß wird daraus "Salsa de Cacahuate".



Das Rouladenfleisch wird geteilt und scharf angebraten.



Nachdem das ganze Fleisch angebraten wurde, wird die Salsa drübergegeben. Dann läßt man das ganze köcheln.



Fertig - Bistec en Salsa de Cacahuate mit Bratkartoffeln und Pfannengemüse als Beilage.

Sonntag, 2. Dezember 2007

Coming soon: Puerco Pibil

Dieses Gericht haben wir schon mehrfach gekocht, beim nächsten Mal wird es hier auf der Seite veröffentlicht.

Samstag, 10. November 2007

Hackfleischtopf mit Okra nach Abessinischer Art

Herkunft: Guinea


500 g Hackfleisch vom Lamm (Schwein oder Rind geht natürlich auch)
1 EL Öl
1 Dose Tomaten (gr.)
1 Dose Okraschoten (gr.) oder 200 g frische Okra
2 Zitronen
1 Knoblauchzehe#
2 Beutel Gewürzmischung für Hackfleisch (oder eigene Gewürzkreation)
1 EL Öl
2 Tassen Reis (Langkorn)
4 Tassen Fleischbrühe


Das Hackfleisch in Öl rund herum anbraten. Die Tomaten zugeben. Die Okra gut abspülen und ebenfalls dazugeben. Mit Fertiggewürz und dem Zitronensaft würzen. Auf kleiner Hitze etwa 15 Minuten schmoren. Währenddessen die zerdrückte Knoblauchzehe im Öl glasig in Topf anbraten, den Reis dazugeben, mit der Fleischbrühe auffüllen und 15 Minuten ausquellen lassen. Den Reis ringförmig auf einer Platte verteilen, das Okra-Fleischgemisch darauf füllen und servieren. Das Rezept können Sie auch in eine Auflaufform geben, mit Butterflöckchen belegen und im Backofen etwa 15 Minuten überbacken. Dabei können auch noch gehäutete, entkernte Tomatenviertel dazugegeben werden.


Das Fleisch wird angebraten, anschließen kommen die Gewürze und die Tomaten hinzu.


Man schneidet von den Okraschoten Spitze und Stumpf ab...


...und gibt sie anschließend zum Rest.


Das fertige Gericht: Hackfleisch mit Okra.

Samstag, 27. Oktober 2007

Fruta Bomba - Schweinefleisch mit Papaya

Herkunft: Kuba


Zutaten für 5 Portionen:

1.5 kg Schweinefleisch
70 g Zwiebeln
5 g Weizenmehl
2 Knoblauchzehen
gemahlener Pfeffer
10 g Petersilie
50 ml Rotwein
115 ml Ananas-Saft
30 g brauner Zucker
150 ml Wasser
120 g grüne Papaya
100 g rote Paprika
120 ml Öl


Fleisch in ca 4 cm große Würfel schneiden. Mit Salz und Pfeffer würzen und in einer Kasserolle mit heißem Öl auf höchster Stufe braten. Die kleingehackten Zwiebeln und Knoblauchzehen hinzufügen. Den Zucker hinzufügen und karamelisieren lassen. Den Wein in die Kasserolle geben und verdunsten lassen. Dabei ständig rühren. Wasser und Ananas-Saft dazu geben und kochen lassen bis das Fleisch weich wird, dann Papaya-Scheiben und gebratene Paprika-Streifen hinzufügen. Servieren Sie das Fleisch mit weißem Reis und bestreuen Sie es mit fein gehackter Petersilie.


Das gewürzte Fleisch wird scharf angebraten. Die Zwiebeln haben wir hier
sofort dazugegeben.


Nachdem der Zucker karamelisiert ist, kommt Rotwein dazu.
Dieser wird dann verkocht.


Die fruchtige Note zum Fleisch: Papaya in Scheiben.


Papaya wird zusammen mit Paprika zum Fleisch gegeben, nachdem
man das Fleisch im Ananassaft-Wassergemisch weichgekocht hat.


Fruta Bomba mit Reis und Petersilie.

Samstag, 20. Oktober 2007

Chicken Madras

Herkunft: Indien

Zutaten für 4 Personen:

50 g Kokosraspel + 250 ml Milch (alternativ 250 ml Kokosmilch)
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
100 g Möhren
300 g Hähnchenfilet
2 EL Sojaöl
etwas Salz
etwas Curry
1 Banane
150 ml Geflügelbrühe
1 Chilischote
100 g Creme fraiche
100 g Ananasstücke aus der Dose + Saft
50 g Cashewkerne, gesalzen
etwas Pfeffer, frisch gemahlen
etwas Paprika, rosenscharf
etwas Zitronensaft

Die Kokosraspel in Milch etwa 1/2 Stunde lang einweichen. (Man kann es auch einfacher haben, wenn man Kokosmilch nimmt.) Das Gemüse und den Knoblauch fein würfeln. Das Fleisch in grobe Stücke schneiden, im Wok (oder in einer hohen Pfanne) von allen Seiten in Öl scharf anbraten. Herausnehmen, salzen und mit viel Curry bestäuben.
Das Gemüse im restlichen Fett anbraten, die Banane schälen, zerdrücken und daruntermischen. Alles mit Brühe ablöschen und 5 Minuten kochen lassen. Mit Curry abschmecken. Die Chilischote entkernen und in feine Ringe schneiden, die Kokosmilch durchseihen, beides mit dem Hähnchenfleisch, der Creme fraiche, den Ananasstückchen und den Cashewkernen unter das Gemüse rühren. Alles 10-20 Minuten schmoren lassen. Mit Salz, Pfeffer, Paprika, Curry, Zitronen- und Ananassaft nicht zu scharf abschmecken.

Die Hähnchenstücke werden in Öl angebraten. Wir haben hier vorgebratene und vorgewürzte Stücke verwendet.

Nach dem Anbraten sollte man mit Curry nicht geizen.

Zwiebeln, Möhren und Banane werden angebraten. Danach löscht man mit Geflügelbrühe ab.

Hähnchenteile sowie die restlichen Zutaten hinzugeben.

Das fertige Gericht. Chicken Madras mit Reis als Beilage.